Lechlingszell

Panorama Lechlingszell

Der Ort Lechlingszell gilt als Siedlung des Klosters Thierhaupten, das auch Bauherr der um 1727/1728 errichteten Kapelle zur "Schmerzhaften Mutter Gottes" war. Im Gebälk des Hochaltares findet sich das Wappen des ehemaligen Abtes Maurus Steingruber. Das Kloster ist als Bauherr aufgetreten, weil es der bedeutendste Grundherr im Weiler Lechlingszell war. Ihm gehörte die Grundherrschaft über die Höfe 1, 2, 3, 5. Nach der Säkularisation im Jahre 1802/1803 wurde mit anderen Gütern dieses Klosters laut Vertrag vom 3. Juli 1811 "die ehemalige Abteikapelle Lechlingszell" vom Staat an die 5 Bauern in Lechlingszell verkauft, die dann entsprechend dem Anteil an der aufgebrachten Kaufsumme an der Kapelle Eigentumsanteile besaßen. Die Kapelle ist jedoch im Grundsteuerkataster von 1836/40 der Steuergemeinde Heimpersdorf als "freies Eigentum der Ortschaft Lechlingszell" eingetragen und wurde ab 1935, seit Aufhebung der Ortschaften als Eigentum der politischen Gemeinde Heimpersdorf angesehen.

 

Lechlingszell gehörte bis zum Jahre 1978 zur Gemeinde Heimpersdorf. 1978 schließlich wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform Heimpersdorf, Lechlingszell sowie Baar nach Thierhaupten eingemeindet. Zum 1.1.1994 wurden die 3 Orte Baar, Heimpersdorf und Lechlingszell wieder selbständig. Heimpersdorf und Lechlingszell gehören seither zur Gemeinde Baar/Schwaben.

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